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Montag, 10.12.2018

KFZ Steuerreform 2009 - Die Fakten



­Die neue KFZ-Steuer wird ab dem 01. Juli 2009 für Neuwagen in Kraft treten und wird bis 2014 zu Steuerausfällen von bis zu 1,8 Milliarden Euro führen. Die Steuer wird dann nicht mehr nur nach Hubraum, sondern auch nach Ausstoß von CO2 bemessen werden - ohne Vorteil für Modelle mit großem Motor. Das Wichtigste im Überblick:

 

Benziner ­Diesel


­2 Euro pro (angefangene) 100ccm Hubraum

(bisher 6,75 Euro)

9,50 Euro pro (angefangene) 100ccm Hubraum ­

(bisher 15,44 Euro mit Partikelfilter)

­ +
+
­2 Euro pro Gramm CO2 oberhalb des Grenzwertes
2 Euro pro Gramm CO2 oberhalb des Grenzwertes

 

CO2 Ausstoß:

Laut Finanzministerium sieht die Reform unter anderem vor, dass eine Basismenge des CO2-Ausstoßes grundsätzlich steuerfrei ist.
Bis 2011 soll die ­Grenze bei 120 Gramm pro Kilometer liegen,
­2012 und 2013 bei 110 Gramm pro Kilometer,
­ab 2014 schließlich bei 95 Gramm pro Kilometer.

Die neue Kfz-Steuer und ihre Auswirkung auf bestimmte Modelle (Quelle: http://www.bmf.bund.de):

Smart fortwo (999 Kubikzentimeter, 112 Gramm/Kilometer CO2-Ausstoß): derzeit 67 und künftig 20 Euro Kfz-Steuer.
Opel Agila (1.248 Kubik, 120 Gramm CO2): derzeit 200, künftig 123 Euro
VW Golf (1.390 Kubik, 149 Gramm CO2): derzeit 94, künftig 86 Euro
Ford Focus (1.560 Kubik, 119 Gramm CO2): derzeit 247, künftig 152 Euro
Mercedes A170 (1.699 Kubik, 157 Gramm CO2): künftig 108 statt 114 Euro
VW Passat (1.960 Kubik, 129 Gramm CO2): derzeit 308, künftig 208 Euro
Porsche Boxter (2.687 Kubik, 222 Gramm CO2): derzeit 182, künftig 258 Euro
Mercedes GLK320 (2.987 Kubik, 220 Gr. CO2): jetzt 463, künftig 485 Euro
Audi A8 (4.134 Kubik, 249 Gramm CO2): derzeit 648, künftig 657 Euro
BMW 5er-Reihe (4.799 Kubik, 246 Gramm CO2): jetzt 324, künftig 348 Euro

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Fragen / Kommentare / Meinungen

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Danny
vor 9 Jahren und 5 Monaten
Mal wieder nicht zu Ende gedacht!

Ich muss mich einigen meiner Vorredner anschließen. Die neue Kfz-Steuer wird auf Basis eines theoretischen Wertes erhoben. Nämlich nach Normverbrauch des Fahrzeugs. Das ist absolut unfair. Wer verursacht denn mehr CO²-Ausstoß? Der Fahrer eines 8-Zylinders mit 10TkM/Jahr oder der des vielverbreiteten Mittelklassediesels mit 30TkM/Jahr? Was ist außerdem, wenn ich mehrere Fahrzeuge besitze, die ich jeweils nur teilweise fahre? Ich muss für jedes Fahrzeug den vollen Steuersatz bezahlen. Ich zahle also Kfz-Steuer für ein stehendes Fahrzeug. Dann könnte man dieses Steuermodell ja gleich auch auf die Einkommensteuer anwenden: Alle haben die gleichen Verdienstchancen, also zahlen sie auch alle die selbe Einkommensteuer egal wie viel (oder wenig) sie wirklich in der Lohntüte haben. Nein, mal ehrlich. Die einzig faire Lösung wäre die Umlegung der Steuer auf den Kraftstoffpreis. Nur so wäre sichergestellt: Wer viel CO² verursacht, der verbraucht viel Kraftstoff und zahlt somit viel. Und die Fahrweise, die sich maßgeblich auf den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs auswirkt wäre hier auch mit berücksichtigt. Zusätzlich würden auch alle ausländischen Fahrer, die in Deutschland tanken und unsere Straßen mitbenutzen ihren Teil dazu beitragen. Was ist außerdem mit den Erd- und Flüssiggasfahrzeugen? Diese sind besonders schadstoffarm (im Gasbetrieb), werden aber besteuert wie ein Benziner, da sie ja rein theroretisch mit Benzin fahren könnten. Aber wer tankt schon freiwillig teures Benzin wenn er Gas für die Hälft bekommt und nebenbei auch noch die Umwelt schont. Fazit: Das neue Kfz-Steuer-System ist absoluter Müll und muss dringend überdacht werden!!!

 
 
 
 
 
Diermann
vor 9 Jahren und 5 Monaten
An sich kein schlechter Ansatz, aber...

Ich finde es gut, dass nun endlich dem CO2-Ausstoss rechnung getragen wird. So gesehen kein schlechter Ansatz. ABER: 1.) Wie wird der CO2-Wert ermittelt? Bei meinem Avensis z.B. steht im Fzg-Schein: 182g/km. Dafür zahle ich dann steuern. Mein tatsächlicher Verbrauch beträgt aber im Durchschnitt 6,6l Benzin/100km, bei 2300g CO2/l Benzin ergibt das aber nur 151,8g CO2/km. Demnach zahle ich zuviel Steuern! 2.) Ich finde es nicht gut 2x abkassiert zu werden (->Benzin/Ökosteuer). Bitte dann die Ökosteuer auf den Benzinpreis senken!

 
 
 
 
 
Werner M aus H
vor 9 Jahren und 8 Monaten
Halbherzig

ich stimme mit meinen Vorgängern teilweise überein und befürworte, die Steuer auf den Benzinpreis umzulegen, da dies den tatsächlichen CO2-Ausstoss berücksichtigen würde. Auch würde ich eine Steuerfreiheit (zumindest zeitweilig) für diejenigen für sinnvoll halten, die sich ein extrem CO2 armes Fahrzeug zulegen.

 
 
 
 
 
Flacko
vor 9 Jahren und 9 Monaten
Steuerfreiheit

wegen der überhöhten Benzinpreise habe ich mir im August 2008 einen umweltfreundlichen Toyota Prius/Hybrid gekauft,mit einem Co2 Ausstoß von 104g pro Kilometer.Ich bin der Meinung das bei diesen Werten die Steuer abgeschafft werden sollte.Was die Abwrackprämie betrifft,würde ich diese nur bereitstellen beim Kauf eines Deutschen Neu/Jahreswagen. Die hohe Mineralölsteuer soll für den Straßenbau genutzt und die Kfz.-Steuer abgeschafft werden.

 
 
 
 
 
Marco
vor 9 Jahren und 9 Monaten
wieder nur halb

die steuer sollte auf den bezinpreis an der tankstelle umgelegt werden. das trifft dann automatisch alle die fahren in abhängigkeit von der fahrleistung und dem verbrauch...und damit auch der real produzierte co2-ausstoß. weiterhin triffts auch alle die durchfahren und nur die strasse benutzen, wo wir doch nun mittlererweile fast überall maut oder plakette bezahlen müssen.

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