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Mittwoch, 14.11.2018

Ist der Hybridantrieb die Ideallösung?



Wer schneller fahren und dabei trotzdem Sprit sparen möchte, sieht im Hybridantrieb oftmals die Ideallösung, da seine Vorteile ganz offensichtlich auf der Hand liegen. Also ist die obige Frage doch eindeutig mit einem „Ja“ zu beantworten, oder etwa doch nicht? Das kommt in erster Linie auf den Fahrertyp an.

Der Toyota Prius ist das Sinnbild eines erfolgreichen Autos mit Hybridantrieb. Vor nunmehr 21 Jahren kam er auf den Markt, auf dem ihm lange Zeit keine Konkurrenz drohte. Mittlerweile ist das Angebot umfangreicher und auch die Nachfrage nach diesem Antriebstyp hat über die Jahre zugenommen, da Fahrer von Hybridautos deren schnelle Beschleunigung bei geringem Verbrauch zu schätzen wissen. Doch nicht jeder Fahrertyp kann sich diesen Vorteil zunutze machen.

Hybridantrieb, was ist das eigentlich?

Generell bezeichnet „Hybridantrieb“ eine Kombination unterschiedlicher Energiequellen oder Antriebsprinzipien. Allgemeinhin wird darunter die Kombination eines Elektromotors mit einem Benziner (oder Diesel) verstanden. Weitere Hybride haben Gas- oder Benzinantrieb (Auto- oder Erdgas).

Wie ist die Funktionsweise des Hybridantriebs?

Überschüssige Leistung des Verbrennungsmotors wird als elektrische Energie in einer Batterie gespeichert. Energie, die beim Bremsen freigesetzt wird, lädt den Akku ebenfalls auf. Dessen Strom speist den Elektromotor, der eingesetzt wird, wenn er effektiv arbeiten kann. Damit immer im optimalen Betriebsmodus, bei Nutzung der Vorteile des Hybridantriebes und gleichzeitiger Kompensation seiner Nachteile gefahren werden kann, ist eine entsprechende Software im Fahrzeug verbaut. Getankt werden kann an jeder normalen Tankstelle; allerdings nicht über die Steckdose zur Aufladung des Akkus. Das funktioniert nur mit einem sogenannten Plug-in-Hybridauto. Dazu an anderer Stelle mehr.

Was sind die Vorteile des Hybridantriebs?

Die markantesten Vorteile des Hybridantriebs sind die bessere Beschleunigung und der geringe Spritverbrauch. Durch den Einsatz eines E-Motors reicht dem Hybridfahrzeug ein kleinerer Verbrenner mit geringer Leistung und niedrigerem Verbrauch.

Da das Hybridauto seine Batterie über den Generator mit überschüssiger Energie aufladen kann, ist eine Spriteinsparung von 15 bis 20 Prozent gegenüber einem normalen Benziner möglich. Das Drehmoment des Elektromotors ist zudem konstant hoch. Höhere Drehzahlen benötigt der Verbrenner, damit er ordentlich Schub entwickeln kann. Werden beide Motoren kombiniert, kann bei der Beschleunigung eines Autos eine Steigerung von zehn bis 20 Prozent erzielt werden.

Nachteile des Hybridantriebs

Ein Auto mit mehr Technik ist teurer als ein herkömmliches. Das trifft auch auf das Hybridauto zu; nicht selten macht das einige tausend Euro aus. Und wer nachhaltig Geld sparen will, muss mit dem Hybridfahrzeug viel unterwegs sein. Andernfalls kann er den Verbrauchsvorteil nicht nutzen. Allerdings sollte er möglichst nicht auf Autobahnen fahren, da sonst das höhere Gewicht aufgrund der Batterie im Vergleich zu einem normalen Verbrennungsmotor schnell zu einem höheren Verbrauch führen kann.

Für alle Autofahrer, die regelmäßig lange Strecken bei meist konstanter Geschwindigkeit fahren, lassen sich die Vorteile des Hybridantriebs nicht nutzen; deshalb lässt sich der höhere Kaufpreis über einen niedrigeren Verkauf auch kaum ausgleichen. Außerdem kann die Reichweite niedriger sein, da der Tank kleiner ist. Und durch die große Batterie ist auch das Platzangebot geringer. Ein weiterer negativer Aspekt ist die Umweltbelastung, die sowohl bei der Herstellung wie auch beim Recycling recht hoch ist.

Unterschied von Mild- und Vollhybrid

Der Unterschied liegt in einem kleinen Detail der Funktionsweise. Beim Mildhybrid wird der Verbrenner durch den Elektromotor nur bei Bedarf unterstützt; so beispielsweise beim Beschleunigen, in dem er die Motorleistung erhöht. Bei konstanter Geschwindigkeit arbeitet einzig und allein der Verbrennungsmotor; dem Elektromotor bleibt nur die Funktion als Generator, der die Batterie auflädt. Da die Leistung des E-Motors zu gering ist, kann ein Mildhybridauto nicht ausschließlich elektrisch fahren.

Die Funktion des Vollhybriden ist wie die des Mildhybriden. Er unterscheidet sich allerdings von der Leistung seines E-Motors, die deutlich höher ist als beim Mildhybrid; so kann ein Vollhybrid um einiges kraftvoller anfahren, was andernfalls zu einem deutlich höheren Spritverbrauch führen würde.

Es gibt jedoch noch eine weitere Variante: den sogenannten Plug-in-Hybrid (englisch Plug-in Hybrid Electri Vehicle, kurz PHEV), der auch an einer Steckdose aufgeladen werden kann.

Förderprogramm läuft noch bis 30.06.2019?

Für all diejenigen, die sich für einen Hybrid- bzw. alternativen Antrieb entscheiden, erhalten finanzielle Unterstützung: 3.000 Euro für einen Hybriden (Plug-In) und 4.000 Euro für ein reines E-Auto. Beantragt werden kann diese Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bisher haben etwa 70.000 Autokäufer einen Antrag gestellt. Wer damit liebäugelt, ebenfalls ein Hybridfahrzeug zu kaufen, kann von dem Programm noch bis zum 30.06.2019 profitieren.

Quelle: t-online.de



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