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Dienstag, 21.08.2018

Blockabfertigung vor Tunneln - was ist das eigentlich?



Der Begriff der Blockabfertigung ist dem einen oder anderen Autofahrer sicherlich bekannt. Doch vielen ist nicht ganz klar, was das eigentlich bedeutet. Lesen Sie hier, was es mit der Blockabfertigung auf sich hat.

Wer auf dem Weg nach Österreich, in die Schweiz oder Italien ist, stellt sich gedanklich auch auf die Fahrt durch einen der zahlreichen Tunnel ein. In den Nachrichten ist im Verkehrsfunk auf den Strecken in Richtung Süden immer mal wieder von der sogenannten Blockabfertigung vor dem Gotthard-, dem Grenztunnel Füssen oder dem Karawankentunnel zu hören. Wissen Sie, was das eigentlich bedeutet? In diesem Artikel wird es erklärt.

Hohes Verkehrsaufkommen vor Tunnel

Vor allem in der Urlaubszeit kommt es insbesondere vor Tunneln zu erhöhtem Verkehrsaufkommen. Die Kapazität des Tunnels ist dann früher oder später erschöpft, die Blockabfertigung kommt zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Einfahrt in den Tunnel nur noch blockweise erfolgen darf. Damit das reibungslos funktioniert, dürfen Autofahrer nur per Ampelregelung in den Tunnel einfahren.

„Mit dieser Maßnahme soll im Tunnel zum einen die Staugefahr minimiert und zum anderen die Unfallgefahr reduziert werden“, erklärt die Unfallforscherin der Dekra, Stefanie Ritter.

Ansturm im Tunnel regulieren

Die Gründe für diese Regelung sind schnell erläutert. Auf einer zweispurigen Autobahn kommen zirka 2000 Fahrzeuge pro Stunde zügig in eine Richtung voran. Führt diese Straße dann in einen Tunnel, müssen sich diese Fahrzeuge dort plötzlich einen Fahrstreifen teilen. Das führt dann logischerweise zu einem Stau. „Das Abfangen dieses Ansturms erspart den Autofahrern also einen Verkehrskollaps im Tunnel mit allen daraus resultierenden Gefahren für die Verkehrssicherheit“, so Ritter weiter.

Genug Essen und Trinken mitnehmen!

Die „alten Hasen“ unter den Lesern wissen, dass Blockabfertigungen vor Tunneln fast immer lange Staus bedeuten. Deshalb der dringende Rat an alle, die auf ihrer Strecke (in den Urlaub) auch stark frequentierte Tunnel passieren müssen: Unbedingt genügend Vorrat zum Essen und Trinken mitnehmen!

Und noch ein Tipp: „Nicht vergessen sollten Eltern außerdem eine Beschäftigung für die Kinder“, so die Empfehlung der Unfallforscherin. Quengelnde Kinder stressen den Fahrer und gefährden dadurch die Verkehrssicherheit.

Zu guter Letzt noch ein lebensrettender Hinweis: „Denken Sie unbedingt schon bei stockendem Verkehr daran, eine Rettungsgasse frei zu halten, damit im Fall der Fälle schnell geholfen werden kann“, so Ritter.

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de



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