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Mittwoch, 14.11.2018

Auto bleibt Verkehrsmittel erster Wahl



Das Bundesverkehrsministerium hat eine (noch nicht veröffentlichte) Studie durchgeführt. Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten in ihren Donnerstagsausgaben jedoch bereits darüber, dass das Auto bei den Deutschen nach wie vor Verkehrsmittel erster Wahl sei. Allerdings habe die Bedeutung öffentlicher Verkehrsmittel und des Fahrrads leicht zugenommen.

Der Studie zufolge sind die Deutschen täglich auf 3,2 Milliarden Kilometern unterwegs. Das bedeutet eine durchschnittliche Kilometerleistung von 39 Kilometern pro Person und Tag. Davon entfallen durchschnittlich allein 16 Kilometer auf den Weg zur Arbeit (Zeitaufwand: 30 Minuten). Mehr als 300.000 Personen wurden im Rahmen der vom Infas Institut durchgeführten Studie im Jahr 2017 befragt. Fast 60 Prozent des Verkehrsaufkommens entfalle demzufolge nach wie vor auf das Auto und in ländlichen Gebieten ist der Anteil sogar noch höher.

Die eigenen Füße liegen der Studie zufolge unverändert auf Platz zwei. Etwa 20 Prozent aller Wege legen die Deutschen per pedes zurück. Der Anteil an Strecken, die mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, liegt bei 11 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von zwei Prozentpunkten gegenüber 2002, als die Studie erstmalig durchgeführt wurde.

Busse und Bahnen bei den Deutschen unbeliebt

Öffentliche Busse und Bahnen werden lediglich für zehn Prozent aller Wege von den Deutschen genutzt (2002: acht Prozent). Für Strecken von über 100 Kilometern gaben mehr als 90 Prozent aller Befragten an, selten oder fast nie die Bahn zu nutzen. Gleiches gilt für den Fernbus, den nur eine Minderheit von einem Prozent regelmäßig nutzt.

Es stellte sich heraus, dass Busse und Bahnen die Verkehrsmittel sind, die bei den Befragten am unbeliebtesten sind. Die Autoren der Studie kommen daher zu dem Ergebnis, dass die „oft erwartete Gesamtdynamik“ einer Verkehrswende noch nicht erreicht, sondern nur „in Ansätzen erkennbar“ sei.

Bewusste politische Weichenstellung seien die dafür verantwortlich, dass insgesamt mehr Menschen auf Bahn, Bus und Rad umstiegen. Das sei vielmehr die Konsequenz aus der Tatsache heraus, dass heute mehr Menschen in Städten wohnen und es auch mehr Berufstätige gibt.

Neue Formen der Mobilität erwartet

Starke Veränderungen werden allerdings von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet: „Wir werden bis 2030 eine Revolution der Mobilität erleben", äußerte er gegenüber den Funke-Zeitungen. Es werde „immer mehr Zwischenformen wie den Streetscooter geben“, so Scheuer, also etwas zwischen Fahrrad und Auto. Zudem werde die Mobilität schon bald stärker mit digitaler Unterstützung gestaltet.

Quelle: www.report-k.de



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