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Sonntag, 17.02.2019
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Scheinwerfer-Reinigungsanlage des Autos nicht ausschalten



Wer die Scheinwerfer-Reinigungsanlage ausschaltet, um Wischwasser zu sparen, spart möglicherweise am falschen Ende; denn das Unfallrisiko erhöht sich durch verschmutzte Scheinwerfersysteme erheblich.

Wenn das Warnlicht der Füllstandanzeige des Wischwassers in der kalten Jahreszeit häufiger aufblinkt, sind viele Autofahrer wegen des häufigeren Auffüllens und des höheren Verbrauchs genervt. Doch im Winter verschmutzt die Frontscheibe aufgrund widriger Wetterverhältnisse einfach schneller als im Sommer. So verwundert es nicht, dass Autofahrer nach Wegen suchen, um Wischwasser zu sparen. Es geistern Tipps umher, die darauf hinweisen, dass sich in der Software des Fahrzeugs die gekoppelte Scheinwerfer-Reinigungsanlage einfach ausschalten lasse und so Wischwasser gespart werden könne.

Eberhard Lang vom TÜV Süd rät von derartigen Experimenten jedoch dringend ab, auch wenn die Abschaltung bei einigen Fahrzeugen technisch möglich sei. „Das ist keine gute Idee, die Anlage muss funktionieren.“ Es gebe sogar bestimmte Scheinwerfer, für die eine funktionierende Anlage gesetzlich vorgeschrieben sei.

Drastische Verminderung der Leuchtweite bereits nach kurzer Fahrzeit

Die Leistungsfähigkeit der Lichttechnik bleibt mithilfe der Scheinwerfer-Reinigungsanlage erhalten. Eine 15 Minuten-Fahrt durch Schmutz und Salz reichen aus, um 80 Prozent des Lichts einzubüßen, was einen „dramatischen Rückgang an Leuchtweite“ bedeutet. Einmal ganz davon abgesehen, dass Scheinwerfer schon mit wenig Schmutz auf den Gläsern entgegenkommende Fahrzeuge blenden und sich dadurch das Unfallrisiko deutlich erhöht.

Achtung: Eine nicht funktionierende Scheinwerfer-Reinigungsanlage muss bei der Hauptuntersuchung von den Prüfern angezeigt werden. Es sei zwar richtig, dass die Scheinwerferdusche viel Wasser verbrauche, so der TÜV Süd weiter. Allerdings seien die meisten Fahrzeuge mit dieser Art Reinigungsvorrichtung auch darauf vorbereitet und haben einen weitaus größeren Vorrat an Bord.

 

Quelle: www.haz.de



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