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Dienstag, 25.06.2019

Umzug mit Transporter - so klappt es




Wenn es draußen wärmer und das Wetter insgesamt beständiger wird, nehmen die Umzüge und somit auch die Transporter auf den Straßen wieder sprunghaft zu. Das eigene Fahrzeug ist für einen Umzug meist zu klein, also wird ein größeres Fahrzeug angemietet. Doch oftmals stellt sich heraus, dass der Umzug mit einem Transporter längst nicht von selbst läuft.

Wenn man den Schlüssel für die neue Wohnung endlich in der Tasche hat, kann es losgehen. Kisten packen, Möbel abbauen, Umzugshelfer aktivieren und Transporter bestellen - und schon kann es mit dem Umzug losgehen. Alles ganz easy! Oder etwa doch nicht?

Wie bei vielen Vorhaben im Leben ist Planung das A und O. Das ist bei einem Umzug nicht anders. Vor allem, wenn es nicht nur um den Transport von Umzugskisten geht, die sicherlich auch im eigenen Auto oder in denen von Freunden transportiert werden können. Spätestens bei Lattenrosten und Matratzen, langen Schranktüren und anderem sperrigen Mobiliar braucht es ein größeres Fahrzeug.

Umzugsvolumen entscheidet über die Wahl des Transportfahrzeugs

Mit einem Kleintransporter lässt es sich schon gut umziehen, wenn es sich um das Transportgut handelt, das in einer Studentenwohnung oder einem WG-Zimmer Platz findet. Mehr als 15 Kubikmeter passen in den Kleintransporter nicht hinein. Wer mehr umzuziehen hat, wird dann öfter fahren müssen. Das kostet nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Sprit. Vorteil: Dieser Transporter kann mit Führerschein Klasse B gefahren werden.

„Bei einer Zwei-Zimmer-Wohnung rechnet der Fachmann üblicherweise mit 30 bis 35 Kubikmeter Umzugsgut“, so die Erklärung von Daniel Waldschik von der AMÖ (Bundesverband Möbelspedition und Logistik). „Das passt gegebenenfalls nicht mal in einen 7,5-Tonner.“ Und für den ist bereits die Führerscheinklasse C1 erforderlich.

Was beim Anmieten eines Transporters wichtig ist

Wesentliche Kriterien sind Abgabezeitpunkt und Freikilometer. 100 Freikilometer sind in der Regel Standard, jeder zusätzlich gefahrene Kilometer schlägt mit 20 bis 35 Cent zu Buche. Da kann schnell ein beachtliches Sümmchen obendrauf kommen. Gleiches gilt, wenn das Fahrzeug später als zum vereinbarten Zeitpunkt an der Mietstation abgegeben wird. Wenn Sie das Fahrzeug entgegennehmen gilt wie bei anderen Mietwagen auch: Einmal um das Fahrzeug herumgehen und bereits vorhandene Schäden protokollieren lassen. Gleiches gilt für den Fahrzeuginnenraum. Wird eine Rückgabe mit vollem Tank vereinbart, muss der Tank bei der Übernahme des Fahrzeugs ebenfalls voll sein. Wird in eine andere Stadt umgezogen, ist es von Vorteil, wenn der Transport in der Nähe des neuen Zuhauses wieder abgegeben werden kann.

Ausnahmegenehmigungen fürs Be- und Entladen rechtzeitig einholen

Zum Be- und Entladen wird vor der neuen Bleibe ausreichend Platz benötigt. Insbesondere in (Innen-) Städten kann das problematisch werden. Es ist nicht erlaubt, vor dem Haus einen mit Flatterband gekennzeichneten Parkplatz zu blockieren. Für das Be- und Entladen in Halteverbotszonen müssen von der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung Ausnahmegenehmigungen eingerichtet werden. Näheres unter Straßenverkehrs-Ordnung § 46.

Wer sich nicht selbst darum kümmern möchte, Halteverbotsschilder auszuleihen und aufzustellen, kann diese Aufgabe auch in die Hände spezialisierter Firmen legen; in der Regel wird von ihnen die Antragsstellung ebenfalls übernommen.

Achtung: Sicherung und Gewicht beachten

Beim Beladen des Fahrzeugs ist auf das zulässige Gesamtgewicht zu achten. Welche maximale Nutzlast für das Fahrzeug gilt, steht im Fahrzeugschein. Dieser Wert darf nicht überschritten werden. Auch auf die gleichmäßige Verteilung der Ladung ist zu achten. Damit das Fahrzeug nicht schief auf der Straße liegt und schwer zu handhaben ist, ist die Ladung hinsichtlich Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Mit dieser Faustregel gelingt es:

 

  • schweres Transportgut wie Bücherkartons nach unten
  • sperriges Gut an die Seiten
  • alles was leicht ist nach oben

 

Doch mit dem richtigen Einräumen ist es nicht getan. „Möbel und Kartons müssen besonders gesichert werden, damit sie beim Beschleunigen oder Bremsen nicht verrutschen“, erklärt der Sicherheitsbeauftragte für den Straßenverkehr beim ACE (Auto Club Europa, Bernd Herbener.

Fahrgefühl ändert sich

Wer noch nie Transporter gefahren ist oder nur ab und zu damit unterwegs ist, sollte sich nicht alleine auf den Weg machen. Ein Beifahrer kann den Fahrer beim rückwärts Einparken unterstützen oder vor niedrigen Durchfahrten warnen. Weiterhin ist auf die vergrößerte Breite des Transporters, den größeren toten Winkel im Seitenspiegel sowie den längeren Bremsweg im Vergleich zum eigenen Auto zu achten.

„Sicherer ist es, wenn man nach dem Abholen des noch leeren Transporters bei der Autovermietung ein paar Runden auf einem Parkplatz dreht, um ein Gefühl für das große Fahrzeug zu bekommen“, so der Rat Herbeners. Ist der Transport dann voll beladen, geht es vor allem in Kurven vorsichtig bis zum neuen Zuhause.

(dpa) www.augsburger-allgemeine.de





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