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Montag, 10.12.2018

Schleichender Alterungsprozess bei Stoßdämpfern



Die Stoßdämpfer, hinter jedem Rad unter dem Auto verborgen, erweisen dem Auto und seinen Insassen über viele Jahre große Dienste. Und wenn sie dann in die Jahre kommen, geben sie keine lauten, quietschenden oder ächzenden Geräusche von sich. Sie altern im Stillen.

Meist ist es so, dass dem Fahrer ein schlechter werdendes Fahrverhalten des Wagens gar nicht auffällt. Dabei verrichtet der Stoßdämpfer eine sehr wichtige Aufgabe: Er hält die Reifen am Boden. Ohne sie verlieren die dann hüpfenden luftgefüllten Reifen den Bodenkontakt. Das hat zur Folge, dass ESP und ABS nicht präzise arbeiten können und sich der Bremsweg verlängert: Das Auto lässt sich dann nicht mehr kontrollieren. Im Übrigen ist der Begriff Stoßdämpfer nicht ganz korrekt. Eigentlich müssten sie „Schwingungsdämpfer“ heißen, weil sie Schwingungen der Karosserie und der Räder abfangen.

Stoßdämpfer: Woraus sie bestehen und wie sie arbeiten

Stoßdämpfer bestehen aus ölgefüllten Rohren, in denen sich jeweils ein Kolben bewegt, der sich dem Auf und Ab der Reifen anpasst. Dabei wird das Öl durch Ventile gedrückt. Hierzu muss Kraft aufgewendet werden, um diese Schwingungen abzufedern. Für Stoßdämpfer gibt es unterschiedliche Bauarten: Ein- und Zweirohr-Stoßdämpfer – ohne oder mit Gaspolster. Mittlerweile sind auch elektronisch verstellbare Stoßdämpfer verbaut, deren winzige Elektromotoren die Ventile auf- oder zudrehen, je nach Zustand der Straße.

Schleichender Prozess

Das im Verdampfer befindliche Öl hat die Aufgabe, die Kolbenstange zu schmieren. Diese ragt an einem Ende des Verdampfers ein wenig hervor. Dadurch geht jedes Mal eine geringe Menge Öl verloren. Über die Jahre hat dieser Ölverlust zur Folge, dass im Inneren des Kolbens die Dichtungen verschleißen und die kleinen Federn in den Ventilen an Kraft verlieren. Im Zuge dessen lässt die Wirkung der Stoßdämpfer mehr und mehr nach.

Und drinnen verschleißen die Dichtungen des Kolbens, auch werden kleine Federn in den Ventilen mit der Zeit müde. Folge: Die Dämpferwirkung nimmt ab. Verfügt das Fahrzeug über sogenannte Federbein-Achsen, haben die Stoßdämpfer zudem eine tragende Funktion innerhalb des Fahrwerks. Lassen die Stoßdämpfer nach, äußerst sich das Spiel an der Kolbenstange in Form eines wackeligen Rades.

Woran sich defekte Stoßdämpfer erkennen lassen

Für Laien ist es oft schwierig, defekte Stoßdämpfer auszumachen. Bitte nicht entsprechend früher Methoden kräftig am Auto wippen. Die Federn sind heute so straff, dass eher das Blech beschädigt wird. Zeit ein Stoßdämpfer bei Sichtkontrolle jedoch Ölspuren, ist ein Austausch unbedingt erforderlich.

Es gibt jedoch typische Symptome, die dem Autofahrer einen Defekt der Dämpfer anzeigen:

- ungleichmäßiger Reifenverschleiß

- schwammiges Fahrverhalten

- starkes Abtauchen der Fronpartie bei starkem Bremsen
(meist von Poltergeräuschen der noch  intakten Achsgelenke)

Erst ein Test im Kfz-Meisterbetrieb gibt Auskunft über den aktuellen Zustand der Stoßdämpfer. Von den Herstellern wird der Austausch der Stoßdämpfer nach 80.000 bis 100.000 Kilometern empfohlen.

 

 

Quelle: www.lkz.de



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