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Donnerstag, 13.12.2018
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Studie belegt: Unfallgefahr durch Handy-Nutzung stark erhöht



Einer aktuellen Studie zufolge ist die Anzahl der Autofahrer, die durch die Bedienung des Smartphones während des Autofahrens ein ernstzunehmendes Verkehrsrisiko darstellen, erschreckend hoch. 4,5 Prozent der in dieser Studie beobachteten Autofahrer waren mit ihrem Smartphone beschäftigt.

Auf NDR Info und N-Joy wurde mitgeteilt, dass gemäß einer unveröffentlichten Studie der Uni Braunschweig das Unfallrisiko durch das Tippen auf dem Handy während der Autofahrt sechs- bis zwölfmal höher sei.

Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeiten hatten drei Studentinnen in Braunschweig, Hannover und Berlin insgesamt 12.000 zufällig passierende Fahrzeuge beobachtet. Es wurde festgestellt, dass davon rund 13 Prozent beim Fahren abgelenkt waren, die Mehrzahl durch das Tippen auf dem Smartphone. Deutlich weniger Autofahrer waren während der Beobachtungsphase mit Rauchen, Telefonieren, Trinken oder Essen beschäftigt. Vor allem jüngere Autofahrer tippten beim Halt an Kreuzungen oder auch während der Fahrt auf dem Mobiltelefon; ein bezeichnender Unterschied zwischen Männern und Frauen konnte vom Team nicht beobachtet werden.

Daten hinsichtlich der Smartphone-Nutzung am Steuer liegen in Deutschland so gut wie nicht vor. In der Studie heißt es außerdem, dass nur in weniger als 0,1 Prozent aller Fälle die Nutzung des Handys als Unfallursache nachgewiesen werden könne. Vollrath, Leiter der Studie, ist allerdings der Auffassung, dass die polizeiliche Erfassung lückenhaft sei. Mangelndes Problembewusstsein und ein gleichzeitig starker Anstieg der Smartphones trage zu der verhältnismäßig hohen Zahl unzulässiger Handy-Nutzung bei. Vollrath weiter: „Den Leuten scheint nicht klar zu sein, wie gefährlich gerade das Tippen auf dem Handy ist.“

Auf politischer Ebene ist die Gefahr durchaus bekannt. In Niedersachsen wurde schon vor zwei Jahren mit „Tippen tötet“ eine entsprechende Kampagne gestartet. Mit Fotos und dem Kampagnen-Namen wurde mittels großer Banner an Autobahnen und Bundesstraßen vor der Handynutzung am Steuer gewarnt. Auch ein Video im Internet sollte für Aufklärung und Abschreckung sorgen. Allerdings liegt bisher keine Auswertung vor, ob die durchgeführte Aktion positive Auswirkungen mit sich gebracht hat.

 

Quelle: www.augsburger allgemeine.de (dpa)



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