KFZ-Zulassungen & Wunschkennzeichen
Mittwoch, 29.06.2022

Wissenswertes für Autofahrer zum Tankrabatt




Ab dem 1. Juni 2022 wird der Tankrabatt eingeführt, der für die Monate Juni, Juli und August in Deutschland gelten soll. Diesel könnte dann bis einschließlich August um etwa 17 Cent, Benzin um rund 35 Cent pro Liter günstiger werden. Dies wird durch die Senkung der Energiesteuer ermöglicht. Diese Aussicht wird viele Autofahrer dazu verleiten, bis zum letzten Tropfen zu warten und erst zum Stichtag 1. Juni eine Tankstelle anzufahren. Die Experten von Auto Club Europa (ACE) und dem ADAC halten das für keine gute Idee.

Nicht gleich am 1. Juni tanken fahren?

Besser nicht. Es ist zu erwarten, dass sich vor allem am Stichtag, aber auch an den folgenden Tagen lange Warteschlangen bilden werden, sodass möglicherweise nicht alle zum Zuge kommen könnten. Und von der Tankstellenbranche werden laut Medienberichten eine hohe Nachfrage und eventuelle Engpässe erwartet.

Außerdem ist nicht auszuschließen, dass in den ersten Junitagen von den Tankstellen Sprit, den sie im Mai eingekauft haben, noch zum alten Preis verkauft wird. Der ACE ist ebenfalls der Auffassung, dass noch ein paar Tage ins Land gehen können, bis der Preis spürbar nachgibt.

„Wenn sich die Lage beruhigt und die Preise auf dem günstigeren Niveau eingependelt haben, kann ganz ohne Stress getankt werden", so der Club. Deshalb ist es ratsam, den Tank nicht bis zum letzten Tropfen leerzufahren.

Billigen Sprit jetzt einfach bunkern?

Wenn auf der Anzeigetafel der Tankstellen endlich wieder günstigere Preise stehen, ist es nur zu verlockend, Benzinvorräte bunkern zu wollen. Benzin zu hamstern ist aber keine gute Idee, denn es ist verboten, privat größere Benzinmengen zu lagern.

Wegen Explosionsgefahr dürfen in Kleingaragen von maximal 100 Quadratmetern lediglich bis zu 20 Liter Treibstoff gelagert werden, der zudem nur in nicht brennbaren, bruchsicheren und verschlossenen Kanistern aufzubewahren ist, so die Information des ACE. Diesel ist weniger entzündlich, daher ist hiervon die Lagerung von bis zu 200 Liter in Kleingaragen erlaubt. Aber ist das auch vernünftig?

Der ACE erklärt, dass sich Diesel auch bei luftdichter Lagerung nur ein paar Monate hält. Insofern seien auch hierfür größere Mengen nicht sinnvoll. Das liege an der sogenannten Dieselpest, der Zersetzung des im Diesel befindlichen Kohlenstoffs durch Bakterien aus dem Biodiesel-Anteil. So entstehe eine Art Schlamm, der wiederum das Kraftstoffsystem und die Filter des Fahrzeugs verstopft.

Wer zur Miete wohnt, sollte einen Blick in den Mietvertrag werfen. Denn meist ist die Lagerung von Kraftstoff grundsätzlich verboten. Ist nichts Anderweitiges vermerkt, sind laut ACE im Keller nur 20 Liter Benzin oder Diesel erlaubt; als Gesamtmenge in allen Kellerräumen; also nicht pro Kellerverschlag.

Auto als Tanklaster erlaubt?

Für den Transport im Auto sind maximal 240 Liter Treibstoff erlaubt. Allerdings muss die Menge innerhalb Deutschlands auf maximal 60 Liter fassende Reservebehälter verteilt werden. Anderswo sind andere Regeln zu beachten. Laut ADAC muss der entsprechende Kanister entweder eine UN-Zulassung oder die sogenannte Reservekraftstoffkanister-Zulassung (RKK) haben. Die Prägung der entsprechenden Kennzeichnung ist auf dem Behälter zu erkennen.

Ebenfalls zu beachten: Laut Dekra muss in Deutschland ab einer Menge von 20 Litern Kraftstoff im Kanister außerhalb des Tanks folgendes Kennzeichen beachtet werden: „Verbot für Fahrzeuge mit wassergefährdender Ladung“. Aus Sicherheitsgründen raten die Experten dazu, niemals mehr als fünf oder zehn Liter Benzin als Reserve im Auto mitzuführen.

Die persönlichen Spritkosten an der Tankstelle zu senken, wenn das Tanken besonders günstig ist, ist nur eine Möglichkeit. Einsparungen lassen sich auch durch eine vorausschauende und sparsame Fahrweise sowie den Verzicht auf kurze Strecken erzielen; laut ADAC um bis zu zwanzig Prozent. Ein Preisvergleich ist immer eine gute Option, zum Beispiel mit nachfolgenden Apps:

• "ACE-App" ( Android / iOS)

• "ADAC Spritpreise App" ( Android / iOS)

• "TankenApp mit Benzinpreistrend" ( Android / iOS).

• "Clever Tanken" ( Android / iOS)

 

Quelle: www. thueringer-allgemeine.de© dpa-infocom, dpa:220520-99-369616/3





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