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Mittwoch, 25.05.2022

Herstellung von Batterien für Elektroautos soll umweltverträglicher werden




Die Ökobilanz der E-Mobilität ist durch das Herstellungsverfahren der Autobatterien noch getrübt. Nachhaltigkeit ist in diesem Bereich noch eine große Herausforderung. Durch die Einführung eines „digitalen Produktpasses“ für Autobatterien soll die Ökobilanz für E-Autos verbessert werden.

Im “Batteriepass“ sollen zukünftig alle Informationen, die im Zusammenhang mit dem gesamten Lebenszyklus Batterie für ein E-Auto stehen, also von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling einen wichtigen Beitrag dahingehend zu leisten, zum Beispiel die Bedingungen bei der Rohstoffgewinnung von Lithium und Kobalt zu verbessern. Aktuell würden Rohstoffe teilweise unter ökologischen und sozialen Bedingungen gefördert, die verheerende Folgen für Natur und Menschen nach sich zögen, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschafts- und Klimaministerium, Michael Kellner (Bündnis90/Die Grünen),

So wird etwa Kobalt im Kongo gefördert. Mit dem Batteriepass sollen die Herkunft von Rohstoffen und die Umstände der Förderung transparenter werden, so Kellner. Ein wichtiges Ziel sei es, die Abhängigkeit von der Rohstoffgewinnung durch mehr Recycling zu reduzieren.

Herausforderungen bei nachhaltiger Herstellung von Batterien

Zwar seien Elektroautos schon heute klimafreundlicher als Verbrenner. Der Hauptteil der verbleibenden Herausforderungen stecke in der Batterie. Die Entwicklung eines „digitalen Produktpasses“ für Autobatterien wird vom Wirtschafts- und Klimaschutzministerium mit 8,2 Millionen Euro gefördert. Dieser Betrag wird an ein aus mehreren Firmen bestehendes Konsortium gehen, zu dem unter anderem die Autohersteller VW und BMW wie auch der Chemiekonzern BASF gehören.

Die Nachhaltigkeit von Autobatterien sei ein wesentlicher Beitrag für eine erfolgreiche Energie- und Verkehrswende, die sich an hohen Sozial- und Umweltstandards orientiere, sagte Kellner weiter. Der Batteriepass, der aktuell noch innerhalb der EU abgestimmt wird, solle alle Anforderungen der kommenden EU-Batterie-Regulierung erfüllen. Für alle neuen Batterien in Fahrzeugen, größere Industriebatterien und stationäre Speicher in Deutschland und Europa sollen diese Bedingungen ab 2026 verpflichtend sein. Laut Ministerium sieht die Richtlinie unter anderem vor, den „CO2-Fußabdruck“ von Industriebatterien sowie für Batterien von E-Fahrzeugen auszuweisen und schrittweise immer weiter zu verringern.

Quelle: www.kn-online.de (© dpa-infocom, dpa:220425-99-34935/6)





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