KFZ-Zulassungen & Wunschkennzeichen
Dienstag, 27.10.2020

TÜV trotz Corona: HU weiterhin möglich, Schonfrist vorübergehend verlängert




Alle zwei Jahre ist die Hauptuntersuchung fällig. Nur bei Neuwagen sind es beim ersten Mal drei Jahre, bevor dann auch für sie der Zwei-Jahres-Turnus gilt. Aufgrund der Coronakrise bleibt den Autofahrern mehr Zeit, sich um einen Termin für die Hauptuntersuchung und die Erneuerung der TÜV-Plakette zu kümmern.

Die Coronakrise hat uns fest im Griff: Für viele Autofahrer steht in dieser schwierigen Zeit der Termin für die nächste Hauptuntersuchung an. Bekommen die Autofahrer auch in Krisenzeiten eine neue TÜV-Plakette und was gilt aktuell, wenn die Frist überzogen wird?

Unter normalen Umständen gilt, dass der Termin der aktuellen Plakette maßgebend dafür ist, wann das Auto zur Hauptuntersuchung muss. Auch wenn dieser Termin bis zu zwei Monate überzogen wird, droht dem Fahrzeughalter noch keine Strafe. Für die Zeit der Coronakrise wird diese Schonfrist nun auf insgesamt vier Monate erweitert.

Im Normalfall droht nach Fristüberschreitung von drei bis vier Monaten ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro. Liegt der eigentliche Termin für die Hauptuntersuchung mindestens vier Monate zurück, erhöht sich das Bußgeld auf 25 Euro. Nach acht Monaten liegt das Bußgeld bei 60 Euro. Zudem wird ein Punkt in Flensburg fällig.

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die straffreie Überziehungsfrist von zwei auf vier Monate verlängert!

Der ADAC mahnt jedoch, die Frist für die HU grundsätzlich nicht zu überschreiten. Sicherheitsrelevante Reparaturen dürfen einerseits nicht aufgeschoben werden. Anderseits könnte es nach einem Unfall aufgrund einer abgelaufenen Plakette problematisch werden. Vor allem dann, wenn ein technischer Defekt Auslöser des Unfalls war, den Prüfer bei der Hauptuntersuchung entdeckt hätten.

Trotz Corona: Hauptuntersuchung weiterhin möglich

Der Sprecher des Verbands „Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Ulrich Köster, sagt t-online.de: „Bei den zurzeit geltenden Verbotsregelungen sind die Kfz-Werkstätten ausgenommen." Die Werkstätten, auch von Autohäusern betriebene, hätten in der Regel weiterhin geöffnet. Außerdem wird die Hauptuntersuchung von Prüforganisationen wie TÜV Süd, TÜV Rheinland oder der Dekra weiterhin durchgeführt.

Achtung: Nächste Frist für HU im Auge behalten

Wann die nächste Hauptuntersuchung fällig wird, zeigt ein Blick auf die Prüfplakette. Der Aufkleber am Kennzeichen wird mit jeder Hauptuntersuchung vergeben. Zwei schwarze Markierungen und die Zahlen auf der Plakette zeigen mit einem Blick, wann die nächste HU fällig ist. Wie die Plakette richtig gelesen wird, kann hier in Erfahrung gebracht werden.

Quelle: www.t-online.de





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