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Montag, 10.12.2018

Mit der Müdigkeitserkennung Sekundenschlaf verhindern



Wer berufsbedingt öfter lange Strecken fahren muss oder Hunderte von Kilometern mit dem Auto in den Urlaub fährt, hat vielleicht auch schon mal diese Erfahrung gemacht: Die Augen werden schwer, es treten Fahrfehler auf und im schlimmsten Falle ist der Autofahrer für Sekunden weggenickt; Sekunden, die fatale Folgen haben können.

Die sogenannte Müdigkeitserkennung soll Autofahrer davor bewahren, Fahrfehler zu begehen oder gar am Steuer einzuschlafen. Doch wie funktioniert dieses Assistenzsystem und welche Daten werden vom Bordcomputer des Autos hinzugezogen?

Es ist bekannt, dass langes Autofahren – vor allem auf Autobahn und Landstraße – monoton sein kann – und das ist gefährlich. Die Aufmerksamkeit nimmt umso mehr ab, je länger die Fahrt dauert, belegen Studien. Die Reaktionszeit wird durch Müdigkeit und nachlassende Konzentration bereits nach vier Stunden halbiert! Dank Fahrassistenzsystemen mit verschiedenen technischen Varianten werden Fahrer rechtzeitig vor dem verhängnisvollen Sekundenschlaf gewarnt. Dabei fokussiert die differenzierte Technik in erster Linie das Fahrverhalten.

Der TÜV Nord hat erklärt, dass das System – das auch als Aufmerksamkeits-Assistent bezeichnet wird, vor allem Lenkbewegungen beobachtet und auswertet. Zu Beginn einer Fahrt wird von der Software ein Profil erstellt, das das Verhalten des Autofahrers ab einer bestimmten Geschwindigkeit analysiert. Bei VW geschieht das ab 65 km/h, bei Mercedes ab 80 km/h. Der sogenannte Lenkwinkelsensor (als Teil des ESP-Schleuderschutzes) erkennt kleine Lenkfehler des ermüdenden Fahrers, der diese ruckartig zu korrigieren versucht. In die Berechnung fließen außerdem die Betätigung der Pedale, das Blinkverhalten oder die Fahrtdauer ein.

 

Verändert sich das Fahrverhalten des Autofahrers auffällig oder wird er messbar müde, wird er durch eine Cockpitanzeige. Das akustische Warnsignal alarmiert ihn zusätzlich. Ähnlich funktioniert der Spurhalte-Assistent, der auch als Müdigkeitserkennung fungiert. Hierbei erfolgt die Auswertung von Daten per Videokamera. Hierbei hat das System die Fahrbahnmarkierungen im Visier. Es erkennt sofort, wenn der Fahrer zwischen zwei Spuren hin- und herwechselt, also seine eigentliche Spur kurzzeitig verlässt.



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