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Montag, 10.12.2018

Bußgeldkatalog 2009 – Die wichtigsten Änderungen



­Der Bußgeldkatalog 2009 ist nun offiziell gültig und wird im Vergleich zum Alten richtig teuer. Was sich verändert und welche Delikte fast doppelt so teuer werden, haben wir hier kurz und kompakt:

  • Nahezu Verdopplung der Geldstrafen für Alkoholsünder, Drängler und Raser: Das Überfahren einer roten Ampel kostet bislang beispielsweise 50 bis 200 Euro, wird 2009 von 90 bis 360 Euro kosten. Wenn Sie die Vorfahrtsregel missachten, sind 2009 100 Euro anstatt 50 Euro fällig.
  • Missachtung des Sonntags- und Feiertagsfahrverbots für LKWs über 7,5 Tonnen werden sowohl für den Fahrer als auch für den Halter doppelt so teuer.
  • Vorsatz kostet extra: Wenn Sie beispielsweise 20km/h schneller fahren wollen und wissen, dass Ihr Verhalten verkehrswidrig ist, zahlen Sie mehr als jemand, der nicht vorsätzlich handelt. Umfahren von geschlossenen Bahnschranken oder illegale Autorennen reißen mit 400 bis 500€ tiefe Löcher in die Geldbörsen.

Das offizielle Ziel der drastischen Anhebung ist es die Unfallzahlen mit Todesfolge noch stärker reduzieren zu können, mehr Geld für die Staatskasse ist da dann wohl nur ein netter Nebeneffekt.

Den gesamten Bußgeldkatalog finden Sie in unserer Rubrik Nützliches, oder aber auch unter diesem Link: Bußgeldkatalog 2009

 

2014 – Die wichtigsten rechtlichen Änderungen im Straßenverkehr

 

Das neue Punktesystem ist zum 1. Mai die größte Veränderung im Verkehrsrecht. Bei Inkrafttreten reduziert sich die jetzige Höchstpunktzahl 18 auf nur noch 8 Punkte. Die 40-Euro-Grenze, die für Eintragungen ins System vormals galt, wird nun auf 60 Euro angehoben. Nicht gleich automatisch gibt es einen Punkt bei Verkehrsverstößen ab 60 Euro.

 

Sicherheitsgefährdende Verstöße werden auf jedem Fall gespeichert, Pflichtseminare sowie Tilgungsfrist-Verlängerungen bei Neuverstößen fallen weg.

 

Durch das am 1. Mai 2014 beginnende neue Punktesystem kommt es auch zu Veränderungen im Bußgeldkatalog. Beispiele dafür sind, das Nutzen von mobilen Telefonen während der Fahrt, sowie das Benutzen von Sommerreifen bei Schnee und Eis, welche in Zukunft ein Bußgeld von 60 Euro anstelle von 40 Euro kosten werden.

 

Auch die Verstöße des fehlenden Fahrbegleiters bei unter 18-Jährige während der Fahrt, sowie das Nichtbeachten des polizeilichen Haltegebots werden Mehrkosten von 20 Euro auf 70 Euro anfallen.

 

Zum 1. Juli gilt bundesweit die Warnwesten-Pflicht. In allen Fahrzeugen muss somit eine Warnweste nach der Euronorm EN 471 bereitliegen. Motorradfahrer sind von dieser Pflicht ausgeschlossen.

 

Bei bis zu acht Verstößen der Verkehrssicherheit von ausländischen Verkehrssündern, wie z. B. Geschwindigkeitsüberschreitung oder Überhol- und Rotlichtverstöße, kommt es zu einem Austausch von Halterdaten im gesamten EU-Raum. Dies beschleunigt nun das Zustellen von Bußgeldbescheiden außerhalb Deutschlands und der Verfolgung von nichtdeutschen Verkehrssündern.

 

Die Untersuchungsverfahren bei der MPU (medizinisch-psychologische-Untersuchung) sollen nun transparenter und einheitlicher werden.

Den gesamten Bußgeldkatalog finden Sie als Download unter diesem Link: Bußgeldkatalog 2014

 

 

Schlagwörter: bussgeld

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Fragen / Kommentare / Meinungen

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mustermann
vor 9 Jahren und 11 Monaten
nach meiner blitzung von nur 20 km zu viel

habe ich entschlossen meine selbständigkeit und viele steuern mir zu ersparen und melde harz4 an so kann mich der staat mal und ich nehme mir kraftstoffseuern und strafen im wer von 8000 wieder in aller ruhe zurück danke deutschland

 
 
 
 
 
horstmann
vor 9 Jahren und 11 Monaten
Unfalltote

Die Zahl der Unfalltoten ist wohl auch durch bessere aktive und passive Sicherheitsausstattung in den Fahrzeugen erreicht worden und nicht primär durch höhere Bestrafung. Ich warte auf den Tag an dem Politessen und Polizei nicht mehr vom Staat bezahlt werden sondern ihren Dienst auf Provisionsbasis verrichten (etwas überspitzt).

 
 
 
 
 
Larsson
vor 10 Jahren
Wo soll das noch hinführen???

In meinen Augen ist das alles nur "Geldamacherei" und eine Sauerei, das die Zahl der Unfalltoten als Argument genommen wird! Lt. den meisten Statistiken (Abgesehen von Jugendlichen Fahranfängern) ist die Zahl der Unfälle mit Todesfolge kontinuierlich gesunken! Meine Meinung: Alles Abzocke!!!!!!!!!

 
 
 
 
 
Hixi
vor 10 Jahren und einem Monat
EU-Ausländer

Ich habe gelesen, dass das Belangen von EU-Ausländern vllt doch wieder gekippt wird. Würde es dann wieder günstiger werden? Schlueßlich sind viele Preise an diese Mindestgrenze abgehoben worden.