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Dienstag, 20.08.2019
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So lässt sich der Zigarettenanzünder noch nutzen




Aschenbecher und Zigarettenanzünder gehörten zum Auto dazu wie Räder und Lenkrad. Früher war er ein wichtiges Extra der wachsenden Nikotingesellschaft, heute ist er ein kostenpflichtiges Extra. Doch auch Nichtraucher können den Zigarettenanzünder auf vielfältige Art und Weise nutzen.

Die 12-Volt-Steckdose des Zigarettenanzünders ist dem Auto erhalten geblieben. Und diese wertvolle Schnittstelle zum Bordnetz kann noch für so viel mehr genutzt werden als einzig und allein für Zigaretten. Hunderte Gimmicks sind für Autofahrer im Baumarkt, im Zubehörhandel, im Internet und an der Tankstelle zu bekommen, die meistens praktisch, mehr oder weniger sinnvoll und manchmal auch teuer sind und sich über diesen Anschluss betreiben lassen.

Viel Zubehör erhältlich

Das Angebot ist vielfältig. Schlagschrauber, Staubsauger, Warn- und Arbeitsleuchten, Pannenhelfer oder Luftpumpen für das Ersatzrad, mit denen ein Plattfuß wieder aufgepumpt werden kann, können mit dem Anschluss verbunden werden. Anderes Zubehör wie Lüfter, Heizungen und Ventilatoren sorgt dafür, dass es während der Fahrt ein bisschen komfortabler wird. Eine Wärmematte in Funktion einer Sitzheizung kann ebenfalls angeschlossen werden. Und wer auf einer langen Reise in den Urlaub lieber den Kaffee aus der eigenen Maschine trinken möchte, kann sogar Espressomaschine und Wasserkocher einstöpseln.

Zusatzgeräte für den Sound

Auch in Sachen Unterhaltung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Zigarettenanzünder zu nutzen. Mit einem angeschlossenen Motorsoundgenerator klingt selbst ein Kleinwagen wie ein Sportwagen mit V8-Turbo. Mittels eingebautem Mikrofon lässt sich der Sound dem individuellen Fahrstil anpassen. Außerdem gibt es Adapter für Digitalradio und MP3-Player, eine Vielzahl von Ladegeräten sowie Spannungswandler mit 220-Volt-Anschluss.

Bei allem Spaß, den diese über die 12-Volt-Steckdose betriebenen Gimmicks allesamt vermitteln, muss allerdings stets auf die Sicherheit geachtet werden, mahnt Hans-Georg Marmit (Sachverständigen Organisation KÜS in Losheim am See). Das Accessoire darf während des Fahrens nicht den Fahrer behindern oder ablenken, die Sicht blockieren oder bei einem plötzlichen Brems- oder Ausweichmanöver nicht zum gefährlichen Geschoss werden, so der Rat des Experten.

Starke Konkurrenz bereits im Aufwind

Wer oben genanntes Zubehör im Stehen nutzen möchte, muss dabei die Kapazität der Batterie berücksichtigen, sagt Marmit. Bei Kleingeräten mit einer geringen Leistungsaufnahme (nur wenige Watt) sei ohne Probleme möglich. Luftpumpen, Ladegeräte, Akkusauger und Kaffeemaschinen solle man jedoch besser nur bei laufendem Motor betreiben.

Das breite Zubehör-Angebot für den 12 Volt-Anschluss schütze allerdings nicht vor heftiger Konkurrenz, so Marmit. Die USB-Schnittstelle sei mittlerweile wesentlich universeller und in Fahrzeugen fast genauso stark verbreitet. Und deshalb sind für sie noch mehr Gadgets aus dem Elektronikbereich verfügbar, die auch alle im Auto funktionieren. Und selbst Raucher - für die der Zigarettenanzünder ja ursprünglich einmal erfunden wurde - profitieren davon. Sie nutzen den Anschluss als Ladebuchse für E-Zigaretten.

(dpa) (Quelle: www.augsburger-allgemeine.de)





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