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Donnerstag, 13.12.2018
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KFZ-Police wird durch neue Typenklassen teurer



Der 1. Januar eines neuen Jahres steht meist für Veränderungen. Für den kommenden Jahreswechsel müssen wir uns auf höhere Versicherungsbeträge einstellen. Die Beiträge der KFZ-Versicherungen können aufgrund der Neudefinition der Wagentypklassen teurer werden.

Nahezu die Hälfte aller zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland wird in neue Typklassen umgestuft, so die Ankündigung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV). Alle Fahrzeughalter mit einer höheren Einstufung werden zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Neben den üblichen Kriterien wird bei der neuen Typklasseneinstufung zum ersten Mal auch das Alter des Versicherungsnehmers sowie das der jüngsten Fahrzeugnutzer bei der Berechnung des Tarifes Berücksichtigung finden. Vor allem jüngere Autofahrer gelten als besondere Risikogruppe.

Bezüglich der KFZ-Haftpflichtversicherung sind von der Umstufung gemäß GDV-Angaben 47 Prozent aller Fahrzeuge betroffen. 59 Prozent hiervon werden eine oder sogar mehrere Typklassen höher eingestuft als bisher. Dies hat eine Steigerung des Versicherungsbetrages zurfolge. 41 Prozent aller Fahrzeughalter können sich auf Beitragssenkungen freuen, da ihr Automobil zukünftig niedriger eingestuft wird. In neun von zehn Fällen werde sich die Typklasse allerdings lediglich um eine Stufe nach oben oder unten verändern.

Bei der KFZ-Vollkaskoversicherung werden zirka 45 Prozent aller Autofahrer mit Umstufungen rechnen müssen. Von Höherstufungen seien etwa ein Drittel, von Zurückstufungen knapp zwei Drittel betroffen, teilte ein GDV-Sprecher gegenüber der dpa mit. Teilkaskoversicherte sind mit 52 Prozent von Umstufungen tangiert. Knapp ein Viertel davon wird höher, Dreiviertel niedriger eingestuft.

Die neue Typklasseneinstufung wird vom Bund der Versicherten kritisiert. Im Focus der Kritik steht die neue Risikobewertung hinsichtlich des Alters vom Versicherungsnehmer und der jüngsten Fahrer. Die individuellen Beiträge seien für gerade für junge Versicherungsnehmer und Fahrer, die noch wenig Fahrpraxis haben, sowieso schon höher. Deshalb sollten die Auto-Versicherer weiterhin nur Schadens- und Unfallbilanzen bei der Festsetzung der Beiträge berücksichtigen. Anhand derer werden in Deutschland etwa 22 000 verschiedene Automodellvarianten in Typklassen eingeteilt.

Wurde beispielsweise für einen Fahrzeugtyp in einem Jahr weniger Schäden reguliert als im Jahr zuvor, wird er im nächsten Jahr einer niedrigeren Klasse zugeordnet und umgekehrt. Während sich bei der KFZ-Haftpflichtversicherung die Typklasse in erster Linie nach Fahrzeugart und Fahrweise der Nutzer richtet, werden bei der Kaskoversicherung neben Verkehrsunfällen auch Glaschäden, Fahrzeugbrände und Diebstähle bei der Klassifizierung berücksichtigt.

Sie haben Fragen zur Typklasse Ihres Fahrzeugs? Wenden Sie sich hierfür entweder an ihren Versicherer oder informieren Sie sich auf der Homepage des GDV.



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