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Montag, 10.12.2018
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Hitzefalle Auto: Lebensgefahr schon nach 60 Minuten



Jahr für Jahr kommen Haustiere und kleine Kinder in überhitzten Autos ums Leben, weil sie dort allein gelassen werden. Das passiert nicht nur in geparkten Autos, die in der prallen Sonne stehen. Auch im Schatten sind Bello und Kids vor dem Hitzetod nicht sicher, da auch unter schattigen Bäumen die Gefahr eines Hitzschlags lauert. Warum das so ist, haben US-Forscher in der Hitze Arizonas überprüft.

Tests von US-amerikanischen Forschern haben ergeben, dass Kleinkinder bereits nach einer Stunde in Lebensgefahr geraten, wenn sie in geparkten Auto zurückgelassen werden, die in der prallen Sonne stehen. Innerhalb dieser Zeit könne die Körpertemperatur von zweijährigen Kindern auf 40 Grad Celsius ansteigen. Ein Hitzschlag ist die tragische Folge. Tests in Arizonas Sommersonne hätten gezeigt, dass dort Außentemperaturen von 36 bis 41 Grad Celsius herrschen; Temperaturen, die hierzulande nur selten erreicht werden.

Alarmierende Ergebnisse

Wissenschaftler haben im Journal „Temprature“ darauf hingewiesen, dass sich vor allem Kleinwagen besonders schnell aufheizen. Bei allen Fahrzeugen dieser Klasse wurden nach einer Stunde in praller Sonne bereits über 47 Grad Celsius gemessen; im Schatten war die Temperatur mit knapp unter 40 Grad Celsius zwar niedriger, aber nach zwei Stunden erreichten sie ebenfalls den kritischen Bereich. Forscher von Universitäten in Arizona und Kalifornien haben jeweils zwei Kleinwagen, Minivans und Mittelklasse-Limousinen überprüft. Hierbei wurde festgestellt, dass sich Lenker und Armaturenbretter Temperaturen von bis zu 85 Grad Celsius erreichten.

Zur Bestimmung dieser Auswirkungen auf Kleinkinder nahmen die Experten mathematische Rechenmodelle zur Hilfe: „Unsere Studie zeigt nicht nur die Temperaturunterschiede im Innenraum von Autos, die in der Sonne oder im Schatten geparkt wurden. Sie macht auch klar, dass sogar ein Schattenparkplatz für ein kleines Kind tödlich sein kann», so das Resümee von Nancy Selover (Klimatologin, Ko-Autorin). Wenn ein Kind ausatme, werde dadurch die Luftfeuchtigkeit erhöht und der Körper könne sich durch Schwitzen kaum noch abkühlen.

Und die Autorin Jennifer Vanos ergänzt, dass ein Kleinkind durch eine derart intensive Hitzeeinwirkung auch schon unter von 40 Grad Celsius innere Verletzungen davontragen könne. Manche Hitzschlagopfer überlebten den Hitzeschock, es blieben jedoch Hirn- oder Organschäden zurück.

Die Autoindustrie ist gefordert

Der Erinnerungsforscher und Psychologe Gene Brewer von der Arizona State University behauptet, dass niemand davor gefeit sei, ein Haustier oder Kind im Auto zu vergessen. Das habe mit dem Alter, Geschlecht oder der Persönlichkeit nichts zu tun. So etwas passiere vor allem dann, wenn täglich ablaufende, automatisierte Routinen durch Zusatzinformationen wie Telefonate unterbrochen würden. „Funktional gesehen ist es kein großer Unterschied, sein Kind im Auto zu vergessen oder seine Schlüssel.“

Die Forscher erhoffen sich von ihren Erkenntnissen, Autohersteller dahingehend inspirieren zu können, die Entwicklung von Alarmsystemen für solche Fälle zu forcieren. In den Vereinigten Staaten von Amerika verlieren pro Jahr durchschnittlich37 Kinder ihr Leben, weil in überhitzten Autos alleine gelassen wurden. Ähnliche Fälle sind auch aus Belgien, Brasilien, Frankreich oder den

Quelle: rheinlandpfalz.de



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