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Donnerstag, 13.12.2018
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Da bewegt sich was: Diesel-Umtausch-Prämie bis 10.000 Euro für alle?



Endlich, möchte man meinen, tut sich was in Sachen Diesel-Affäre. Medienberichten zufolge werden von den Autobauern für den Umtausch eines alten in ein neues Fahrzeug konkrete Summen benannt. Von einer einheitlichen Lösung ist dieser Vorstoß jedoch noch weit entfernt, zumal diese Offerte nicht von jedem Diesel-Fahrer in Anspruch genommen werden kann.

Für alte Dieselautos bieten die Autobauer nun eine Umtauschprämie an, die bis zu 10.000 Euro betragen kann. Sie ist als Anreiz gedacht, dass Kunden mit Fahrzeugen der Abgasnormen 4 und 5 ihr altes Fahrzeug gegen einen Benziner oder einen modernen Diesel tauschen. BMW wolle pauschal 6.000 Euro pro Tausch zahlen, Daimler zwischen 3.000 und 10.000 Euro. VW macht den Betrag (zwischen 4.000 und 10.000 Euro) vom Wert des Fahrzeugs abhängig, den der Kunde in das Tauschgeschäft einbringt.

Verkehrsministerium an flächendeckender Lösung interessiert

Das Bundesverkehrsministerium hat entgegen erster Berichte, die Sonderkonditionen gelten nur für besonders stark belastete Regionen, nun Folgendes erklärt: „Es wird an einer Lösung gearbeitet, die nicht nur auf wenige betroffene Städte ausgerichtet ist." Und von der Sprecherin des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) wird ergänzt: „Wir werden bis Montag einen Weg für eine größere Flächenwirkung für die Entlastung in der Diesel-Thematik finden."

Zunächst war in einem Bericht der „Bild am Sonntag" zu lesen, dass das Umtauschprogramm nur für 14 Städte und deren Umland gelte, für die besonders hohe Werte hinsichtlich Stickoxidbelastung gemessen worden seien. Das hätte bedeutet, dass das Umtauschprogramm nur für Backnang, Bochum, Darmstadt, Düren, Düsseldorf, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Köln, Limburg a. d. Lahn, Ludwigsburg, München, Reutlingen und Stuttgart in Betracht käme, für Dieselfahrer aus Frankfurt am Main oder Berlin jedoch nicht.

Gutschein für technische Nachrüstung

Am Freitag fand ein Spitzengespräch von Autobauern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel statt. Dabei habe es Bewegung gegeben, sagte am Samstag Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium im „Deutschlandfunk". Eine technische Nachrüstung werde für zahlreiche Diesel möglich sein.

Demnach solle mit einem Gutscheinsystem die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen erfolgen. Die Gutscheine sollen den Ersatzteile-Einbau durch Zulieferer umfassen; von den Kosten sollen jeweils bis 80 Prozent (maximal 3.000 Euro) von den Autobauern und der Rest von den Fahrzeughaltern getragen werden.

Schlussstrich unter Diesel-Debatte

Andreas Scheuer möchte mit seinem angestrebten Austauschprogramm einen Teil des Kompromisses beisteuern und steht daher in der Pflicht, den Koalitionsspitzen bis Montagabend (1.10.2018) ein für eine Einigung geeignetes Papier vorzulegen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sowie die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD wollen mit der Entscheidung einen endgültigen Schlussstrich unter die seit Monaten geführte Debatte ziehen.

Quelle: t-online.de (reuters)



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