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Montag, 10.12.2018
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Carsharing: Erst nach Autocheck losfahren



Carsharing ist bequem, bietet Flexibilität und spart Kosten. Doch wer beim beliebten Carsharing einfach einsteigt und losfährt, verhält sich – ohne es vielleicht zu wissen – äußerst leichtsinnig. Nehmen Sie vor der Abfahrt den geliehenen Wagen unbedingt genauestens unter die Lupe. Oder wussten Sie, dass Sie dafür haften, falls etwas passieren sollte?

Die Zahlen sind erfreulich und die Beliebtheit des Carsharings steigt weiter. 2012 waren 453 000 Autofahrer mindestens einmal mit einem Carsharing-Auto unterwegs. Sie teilen das Fahrzeug mit anderen Nutzern. Wie in der Nassauischen Neuen Presse zu lesen war, teilte der Bundesverband Carsharing in Berlin mit, dass 200 000 Neukunden sich mit dieser besonderen Form des Autofahrens antefreundet oder es zumindest einmal ausprobiert haben.

Carsharing – was ist das?

Der Begriff Carsharing kommt aus dem Englischen und bedeutet „Auto mit jemanden teilen“. Studien haben ergeben, dass ein Autofahrer seinen Wagen im durchschnitt nur eine Stunde täglich nutzt und folglich 23 Stunden von jemand anderen gefahren werden könnte. Aus dieser Erkenntnis heraus ist Carsharing entstanden. Zum Mietwagen ergeben sich beim Carsharing folgende wichtige Merkmale:

- Reservierung und Abholung in der Regel 24 Stunden täglich,

- Abrechnung nach Nutzungsdauer,

- Anmeldung beim Anbieter nur einmal erforderlich,

- Preis für Kraftstoff inklusive

- einige Anbieter ermöglichen Abholung und Abgabe stationsunabhängig

Durch Vorab-Check Mängel aufdecken

Trotz regelmäßiger Wartung durch die Anbieter sollten Sie jedoch nicht blauäugig in ein Fahrzeug steigen. Auch zwischendurch kann leicht etwas kaputtgehen. Da beim Carsharing die Fahrzeuge durch viele Hände gehen, fühlen sich die Nutzer weniger dafür verantwortlich als für einen eigenen Wagen. Diese Einstellung könne jedoch unangenehme Folgen haben, so der Rat des TÜV Süd. Für sicherheitsrelevante Mängel ist immer der Fahrer und nicht der Fahrzeughalter verantwortlich. Deshalb ist dringend anzuraten, vor der Übernahme des Wagens die einwandfreie Funktion der Lichtanlage zu testen und den Zustand der Reifen zu überprüfen.

Entdecken Sie an Reifen oder Felgen Beulen oder Risse, sollten Sie den Wagen lieber stehen lassen. Setzen Sie den Anbieter über die Mängel in Kenntnis und verlangen Sie ein Ersatzfahrzeug, so die Empfehlung des TÜV Süd. Auch wenn nur 1,6 Millimeter Profil vorgegeben sind, sollten die Pneus mindestens noch vier Millimeter Profil aufweisen – für einen sicheren Grip unverzichtbar. Bei schlappen wirkenden Reifen überprüfen Sie den Luftdruck am besten an der nächstgelegenen Tankstelle. Kontrollieren Sie außerdem auch den Flüssigkeitsstand der Scheibenwaschanlage.

Bei der Überprüfung der Lichtanlagen müssen Sie alle Leuchten am Fahrzeug kontrollieren. Scheinwerfer, Bremsleuchten, Standlichter, Rücklichter, Kennzeichenbeleuchtung und Blinker müssen einwandfrei funktionieren. Am besten geht das mit einem Helfer, der von außen auf das Fahrzeug schaut, während Sie den Test durchführen. Wenn Sie die Zündung einschalten, sollten für ESP, ABS und Airbags alle Kontrolllampen kurz aufleuchten.

Hat das Fahrzeug den Test bestand, können Sie losfahren. Lassen Sie es trotzem langsam angehen. Fremde Autos fahren sich anders als das eigene. Hierzu noch ein Tipp vom TÜV: Fahren Sie die ersten Kilometer möglichst auf vertrauten oder wenig befahrenen Strecke, um Schaltung, Lenkung und Bremsen vorsichtig ausprobieren zu können.



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