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Montag, 10.12.2018
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Ältere Fahrzeuge schon bald jedes Jahr zur Hauptuntersuchung



Ein Verordnungsvorschlag der Europäischen Union sieht vor, dass schon bald Fahrzeuge, die sieben Jahre und älter sind, jedes Jahr zu HU (Hauptuntersuchung) müssen. Nach Informationen von auto-reporter.net zufolge sei diese neue Regelung aus Sicht des ADAC jedoch nicht mit weniger Unfällen auf Deutschlands Straßen zu rechnen. Der ADAC belegt diese Erkenntnis mit einer bei der Verkehrsunfallforschung der Technischen Universität Dresden in Auftrag gegebenen Studie.

Dadurch wurde der Nachweis erbracht, dass kürzere Abstände zur letzten Hauptuntersuchung keinen messbaren Einfluss auf die Unfallhäufigkeit haben. Umgekehrt sei es bei Fahrzeugen über sieben Jahren bei längeren Abständen zur letzten HU auch nicht zu vermehrten Unfällen gekommen.

Die Studienergebnisse haben außerdem hervorgebracht, dass alle Fahrzeuge - unabhängig von ihrem Alter - im ersten Jahr nach der HU mit etwa 55 Prozent und im zweiten Jahr mit rund 45 Prozent an Unfällen beteiligt gewesen seien. Die Studie habe auch gezeigt, dass bestimmte Sicherheitsdefizite bei älteren Fahrzeugen in Bezug auf das Unfallgeschehen nicht nachweisbar waren. Deshalb kritisiert Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik des ADAC die Pläne der EU. Seiner Auffassung nach sei der

„... von den Prüfungsorganisationen und der EU vorgeschobene Sicherheitsgewinn durch die Verkürzung der Prüffristen nicht nachvollziehbar“.

Burkhardt sagte weiter, dass der Autofahrer letztendlich der Dumme sei, denn er allein habe die Kosten für zusätzliche Untersuchungen zu tragen. Gemäß entsprechender Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2011 läge mit 0,6 Prozent der Anteil an auf technisches Versagen zurückzuführende Unfälle äußerst niedrig.

Werden die Brüsseler Entwürfe umgesetzt, müssen dann nach dem neuen Gesetz neue Fahrzeuge nach vier Jahren, danach im Zwei-Jahres-Rhythmus und ab sieben Jahren jährlich zur Überprüfung. Hat das Auto bereits eine Kilometerleistung von 160 000 erreicht, ist ebenfalls eine jährliche Hauptuntersuchung Pflicht. Die EU-Kommission strebt eine europaweite Vereinheitlichung des Prüfungsumfanges an. Allerdings ist das hohe Niveau Deutschlands nicht das Maß aller Dinge. Das sei für den ADAC eher ein wichtiges Ziel auf dem Weg zu höherer Verkehrssicherheit.



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