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Montag, 10.12.2018
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Allergiker sollten Klimaanlage regelmäßig reinigen



Allergiker sollten Klimaanlage regelmäßig reinigen

 

Für Allergiker und deren Atemwege kann eine ungereinigte Klimaanlage richtig unangenehm werden. Allergiker reagieren im Wareninneren besonders empfindlich auf verunreinigte Luft – deshalb ist saubere Luft für sie nahezu unverzichtbar. Um allergischen Reaktionen im Auto vorzubeugen, hilft neben der Einnahme von geeigneten Medikamenten schon der Austausch des Pollenfilters im Wagen.

Der Winter ist vorbei, die ersten warmen Frühlingstage konnten wir schon genießen. Die meisten haben den Frühjahrsputz an Wagen (und Wohnung oder Haus) bereits beendet. Salz und Schneeränder wurden entfernt, der Innenraum des Autos erstrahlt in neuem Glanz.

Die Reinigung der Klimaanlage wird hingegen gerne einmal vergessen. Dabei wäre sie gerade im Frühjahr vonnötigen, um der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun. Was die wenigsten bewusst wahrnehmen ist die Tatsache, dass der Pollenflug meist schon im Januar beginnt – und für Asthmatiker und Allergiker wieder eine oftmals bis in den Sommer anhaltende Leidenszeit. In der Hannoverschen Allgemeine ist die Warnung von Andrea Wallrafen (Geschäftsführerin „Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V., kurz DAAB) vor einem unbedarften Umgang mit dem „Mirkoklima im Auto“ zu lesen. Zur regelrechten Dreckschleuder könne eine ungereinigte Klimaanlage im schlimmsten Falle werden – mit äußerst unangenehmen Folgen für die Insassen.

Auch wenn diese unterschiedlich ausfallen, reagiert jeder 4. Europäer auf Gräserpollen besonders heftig. Heuschnupfen beginnt meistens schon in der Kindheit – deshalb ist es ratsam, insbesondere junge Menschen vor diesen unliebsamen Begleiterscheinungen zu schützen.

Verdampferreinigung ist optimal

Andrea Wallrafen erklärt, worauf es bei der Innenraumluft ankommt: „Die Innenraumluft des Autos sollte möglichst frei von potenziellen Allergieauslösern und Innenraumschadstoffen sein. Ein regelmäßiger Austausch des Pollenfilters, die Reinigung der Filterumgebung und die Wartung der Klimaanlage leisten dazu einen guten Beitrag.“ Auf eine gründliche Reinigung der Klimaanlage in einer Werkstatt solle sich der Autofahrer jedoch nicht automatisch verlassen. „Nach einer Recherche des DAAB säubern manche Angebote nicht die Klimaanlage, sondern beduften stattdessen den Fahrzeuginnenraum, damit es ‚sauber‘ riecht“, stellt Wallrafen fest. Mit der Verdampferreinigung werden zweifelsohne die besten Ergebnisse erzielt, da nicht nur der Filter gewechselt, sondern lästige Mikroorganismen auch in dessen Umfeld und von den Kanälen entfernt würden. Die gründliche Reinigung ist die eine Seite der Medaille. Die Zweite ist die Verwendung gesundheitsverträglicher Reinigungsmittel. Auch eine hohe Konzentration verschiedener Chemikalien könne den Fahrzeuginsassen übel mitspielen. Deshalb der gute Rat von Andrea Wallrafen, „als Kunde vorher bei der Autowerkstatt zu erfragen, wie und mit welchem Produkt die Klimaanlagenreinigung erfolgt“. Bei einem Vergleichstest hinsichtlich Produkten zur Klimaanlagenreinigung, der vom DAAB durchgeführt wurde, schnitt nur das Reinigungssystem der Firma TUNAP mit „gut“ ab. Zahlreiche Reinigungsmittel kamen über ein „ungenügend“ nicht hinaus, da bei ihnen hohe Konzentrationen von Ketonen, Aldehyden und Alkoholen festgestellt wurden. Martin Rappenglück, Marketing- und Koomunikationschef von TUNAP appelliert an alle Hersteller: „Gesunde und frische Luft sind das wichtigste Lebensmittel überhaupt. Ohne Essen halten wir es zwei Wochen aus, ohne Trinken zwei Tage - doch ohne Luft keine drei Minuten.“

Duftbäume besser aus dem Innenraum verbannen

Die Hygiene im eigenen Fahrzeug kann jeder selbst beeinflussen. Anders sieht es hingegen bei Taxen, Mietwagen und Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr aus. Hier sind sowohl Autoindustrie als auch Verbraucher gefragt, stellt Wallrafen fest. Der DAAB versuche seit Jahren, beide Zielgruppen für dieses Thema zu sensibilisieren. Unaufgeklärte Verbraucher greifen lieber zu Duft- und Wunderbäumen aus dem Shop bei der Tankstelle, statt eine zugegebenermaßen teure Klimaanlagenreinigung durchzuführen. Die Warnung von Andrea Wallrafen ist eindeutig.

„Die darin enthaltenen Duftstoffe sorgen vielmehr nur für ein Überdecken von unangenehmen Gerüchen und sind selbst potenzielle Allergieauslöser.“ Verbannen Sie diese Krankmacher also lieber aus dem Wageninneren. Dann können Sie frei durchatmen, ohne Beeinträchtigungen befürchten zu müssen.



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